Servus Ariana! Wie geht es dir mittlerweile? Ich kann dir von meiner Schwester erzählen. Sie hatte über Jahre mit Depressionen zu kämpfen. Nach außen war alles „perfekt“ – sie war Managerin, erfolgreich, viel Verantwortung. Aber innerlich war sie komplett erschöpft und leer. Gescheiterte Beziehung, irgendwann ging es einfach nicht mehr, und sie ist ausgestiegen.
Was ihr geholfen hat, war kein einzelnes „Hausmittel“, sondern ein kompletter Perspektivwechsel. Sie ist zurück nach Österreich gegangen und betreibt heute einen Bauernhof mit Mais- und Obstanbau und ein paar Tieren. Radikaler Schritt. Aber die Hofarbeit hat sie Stück für Stück auf einen guten Weg gebracht.
Dieses tägliche, greifbare Tun hat ihr unglaublich geholfen. Morgens rausgehen, Tiere versorgen, Obstbäume schneiden. Sie hat mir gesagt, die Arbeit ist zwar anstrengend, aber wenn sie mit ihrem neuen Traktor über ihre zwei bis drei Felder fährt und dabei Musik hört, ist das für sie fast meditativ. Körperlich arbeiten, abends müde sein, aber auf eine „echte“ Art – das hat ihr das Gefühl gegeben, wieder etwas zu schaffen.
Meine Schwester hat natürlich zusätzlich therapeutische Unterstützung in Anspruch genommen und vielleicht sind auch Medikamente im Spiel. Das weiß ich nicht, aber sie hat auch nichts davon gesagt.
Quintessenz: Auf diesem neuen Weg hat sie auch einen neuen Partner kennengelernt. Jemand, der sie nicht über Leistung definiert, sondern einfach als Mensch sieht. Das hat ihr ebenfalls unglaublich gutgetan.
Vielleicht musst du nicht gleich dein Leben komplett umkrempeln wie meine Schwester. Aber vielleicht gibt es einen kleinen Bereich, in dem du dir mehr Natur, Bewegung oder Entschleunigung holen kannst.