hallo zusammen,
wir sind selbst leidenschaftliche camper und standen vor einiger zeit genau vor derselben frage. gerade im winter haben wir gemerkt, dass das, was wir am campen eigentlich lieben – dieses gefühl von draußen sein, von ruhe, von selbstbestimmtem tempo – nicht zwingend am wohnmobil oder zelt hängt. österreich im winter ohne camping hat für uns überraschend gut funktioniert, solange wir die art des urlaubs nicht komplett umgestellt haben.
uns hat besonders gefallen, in regionen zu fahren, die nicht nur über große skigebiete definiert sind, sondern wo landschaft, weite und alltagstaugliche natur im vordergrund stehen. dort fühlt sich ein winterspaziergang fast so an wie morgens die zelttür zu öffnen. wir haben bewusst kleine pensionen oder ferienwohnungen gewählt, möglichst ruhig gelegen, gern mit viel holz, balkon oder zumindest dem gefühl, direkt draußen zu sein. große hotels mit fixem ablauf waren für uns nichts, da geht uns das camping-herz verloren.
wichtig war für uns auch, nichts zu durchzutakten. ein bisschen rodeln, vielleicht ein halber skitag, viel gehen, schauen, stehen bleiben. früh raus oder in der dämmerung unterwegs sein, abends zurück in die wärme, nasse sachen trocknen, kochen oder gut essen gehen. dieses langsame tempo hat uns das freiheitsgefühl gegeben, das wir sonst vom campen kennen.
ehrlich gesagt hat der winter sogar etwas entspanntes hineingebracht: kein frieren beim umziehen, kein kämpfen mit wetter, sondern draußen sein dürfen und sich danach wieder zurückziehen. für uns war das eine schöne ergänzung zum camping, kein ersatz – und wir würden es jederzeit wieder machen. solange man sich treu bleibt und nicht versucht, plötzlich einen „klassischen winterurlaub“ zu erzwingen, funktioniert das überraschend gut.