Der Effekt dieser Mittel beruht im Wesentlichen darauf, dass sie dem Gehirn eine Sättigung vorgaukeln, die biologisch eigentlich noch gar nicht da ist. Das passiert durch die Imitation des Hormons GLP-1, welches normalerweise nach einer Mahlzeit die Insulinausschüttung und das Sättigungsgefühl steuert. Man schaltet damit sozusagen den permanenten "Hunger-Modus" im Kopf für eine gewisse Zeit stumm.
Da die Wirkungsweise der Abnehmspritzen massiv in die Verdauungsgeschwindigkeit eingreift, bleibt die Nahrung länger im Magen, was das volle Gefühl über Stunden konserviert. Das nimmt den Druck raus, ständig an die nächste Mahlzeit denken zu müssen, und schafft Raum, um das eigene Essverhalten ohne Stress neu zu ordnen. Im Gespräch mit dem Arzt hilft es enorm, wenn man diese biochemischen Grundlagen schon kennt, da man so die möglichen Reaktionen des eigenen Körpers viel besser einordnen kann. Es ist eben kein Wundermittel, sondern eine hormonelle Krücke, die einem beim Laufenlernen hilft. Wenn man versteht, wie die Verlangsamung der Magenpassage funktioniert, kann man auch die Ernährung während der Therapie viel klüger planen.