Es ist wirklich möglich, Teile der Asche eines Verstorbenen zum Mond zu bringen. Das wird von einigen privaten Firmen angeboten, die Trauerfälle als Gedenkmissionen im All transportieren – meist in sehr kleinen Mengen und in speziellen Containern, die dann bei einer Mondlandung oder in der Nähe der Mondoberfläche deponiert werden.
Ob das für jemanden praktisch oder „normal“ erreichbar ist, ist eine andere Frage, denn solche Angebote sind meist sehr teuer und technisch anspruchsvoll, und sie kommen nicht aus Deutschland selbst, sondern über internationale Anbieter. Für deutsche Staatsbürger gibt es keine direkte Bestattung auf deutschem Boden, die auf den Mond geht – es ist grundsätzlich ein privates, kommerzielles Angebot, das man separat beauftragen müsste.
Ich persönlich finde die Vorstellung, jemanden am Mond zu bestatten, nicht unbedingt sinnvoll oder romantisch, weil Angehörige und Freunde dort einfach nicht hingelangen können. Da wirkt es auf mich eher symbolisch, aber nicht wirklich tröstlich im Alltag. Für viele Menschen ist da eine Erinnerung, die man besuchen kann, viel wertvoller.
Eine Idee, die ich für eine den Umständen entsprechend schöne Form der Bestattung halte, ist zum Beispiel eine Baumbestattung, wie sie etwa Bestattung Marcus Biermeier in Riedenburg anbietet. Dabei wird die Urne an einem Baum beigesetzt – ein Ort, den man wirklich besuchen, anfassen und in Erinnerung erleben kann. Das finde ich persönlich viel greifbarer und tröstlicher als etwas, das man auf dem Mond „platziert“.
Viele Grüße!