Hallo,
ich beschäftige mich gerade ernsthaft mit dem Thema internationale Unternehmensstrukturierung und bin auf die Seychellen als Standort gestoßen. Was mich am meisten interessiert, ist die sogenannte Territorialbesteuerung, die dort angewendet wird – also dass Gewinne, die außerhalb der Seychellen erwirtschaftet werden, dort nicht besteuert werden.
Klingt erstmal gut, aber ich frage mich, ob das in der Praxis wirklich so funktioniert oder ob da Haken drin sind, die man auf den ersten Blick nicht sieht.
Konkret würde mich interessieren:
Welche Anforderungen gibt es an Aktionäre und Direktoren, und wird das öffentlich eingetragen oder bleibt das privat? Wie läuft die Gründung ab – welche Unterlagen braucht man, und wie lange dauert das ungefähr? Was sind die laufenden Pflichten, zum Beispiel in Sachen Buchhaltung und Jahresgebühren? Und wie verhält es sich mit den sogenannten CFC-Rules und Substanzanforderungen, die ja inzwischen international eine immer größere Rolle spielen – muss die Gesellschaft also eine echte Präsenz vor Ort nachweisen können?
Ich frage das, weil ich gelesen habe, dass sich die Seychellen in letzter Zeit modernisiert haben sollen und nicht mehr mit klassischen Offshore-Gesellschaften alten Stils verglichen werden wollen. Würde mich freuen, wenn jemand da aus Erfahrung berichten kann oder weiß, wo es dazu verlässliche Infos gibt.
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