Ich habe mich schon immer für die Arbeit mit Menschen in schwierigen Lebensphasen interessiert und kürzlich den Beruf des Trauerredners kennengelernt. Was genau macht ein Trauerredner, wie viel kann man damit verdienen und welche Voraussetzungen braucht man für diese Tätigkeit?
Ein Trauerredner – auch freier Theologe, Lebenszyklus-Begleiter oder Bestatter mit Redner-Qualifikation genannt – gestaltet Trauerfeiern und Beisetzungen, die nicht an eine bestimmte Religionsgemeinschaft gebunden sind. Der Beruf hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen.
Was macht ein Trauerredner?
Die Hauptaufgabe besteht darin, eine persönliche und würdevolle Trauerfeier zu gestalten. Dazu gehören:
Vergütung – was verdient ein Trauerredner?
Die Honorare variieren stark und hängen von mehreren Faktoren ab:
Faktoren, die das Einkommen beeinflussen:
Das Jahresbruttoeinkommen eines hauptberuflichen Trauerredners liegt typischerweise zwischen 20.000 und 45.000 Euro, je nach Auftragslage und Region.
Wie wird man Trauerredner?
Es gibt keine staatlich geregelte Ausbildung zum Trauerredner. Typische Wege sind:
Persönliche Voraussetzungen:
Freiberuflich vs. angestellt:
Die meisten Trauerredner arbeiten freiberuflich. Angestellte Positionen gibt es vereinzelt bei großen Bestattungsunternehmen. Freiberuflichkeit bedeutet mehr Flexibilität, aber auch Planungsunsicherheit und eigenes Marketing.
Marktausblick:
Der Bedarf an weltlichen Trauerrednern wächst, da der Anteil konfessionsloser Menschen in Deutschland steigt und immer mehr Familien eine persönliche, nicht-religiös gebundene Feier wünschen. Der Beruf hat daher gute Zukunftsperspektiven.
Fazit: Trauerredner ist ein sinnstiftender Beruf für Menschen mit Empathie, Sprachbegabung und psychischer Belastbarkeit. Die Vergütung ist solide, erfordert aber einen überregionalen Aufbau und gute Vernetzung mit Bestattern, um ausreichend Aufträge zu erhalten.
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